Kraft Wärme-Kopplung
Krafwärme-Kopplung-Anlagen werden per GSM oder Wlan zu Schwarmkraftwerken zusammengeschaltet
Die Kraft-Wärme-Kopplung kommt bei jedem Anstieg der Ölpreise wieder in die Wahrnehmung von Presse und Verbrauchern. Auch der Klimaschutz trägt zu diesem Trend bei. Denn Biogasanlagen, die als Teil der Lösung des Klimaproblems gehandelt werden, sind meist nur dann profitabel zu betreiben, wenn sowohl Wärme als auch Energie produziert werden. Kleine Anlagen auch für den Hausgebrauch waren bis dato nur bei wenigen Firmen zu haben.
Die Anlagen der Marke Dachs von der Firma SenerTec sind vermutlich noch die bekanntesten. Auch die Autofirma Fiat machte in den frühen 80er Jahren einmal ernsthafte Versuche in diesem Markt Fuß zu fassen. An der Verbreitung von Kraftwäre-Kopplungs-Anlagen auch in Privathäusern könnte sich jetzt fundamental etwas ändern. Hierzu tragen verschiedenen Entwicklungen bei. Dies sind en detail: technischer Fortschritt im Bereich von intelligenten Stromnetzen (Smart Grid) und sinkenden Preisen bei der Telekommunikation, der signifikante Markteintritt von Öko-Stromversorgern und technischer Fortschritt bei den Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen selber und der Effizienzsteigerungen im Herstellungsprozess dieser Anlagen.
Durch die Möglichkeiten günstiger Kommunikation per Mobilfunk oder Internet, sollen viele kleine private Anlagen im Smart Grid zusammengeschaltet werden. Der Strom wird dann von einem Ökostrom-Unternehmen wie Lichtblick abgenommen. Die Anlagen selber werden von VW produziert. Die Firma hat sowohl Erfahrung mit der Produktion solcher Systeme als auch mit der Großserienproduktion, die notwendig ist, will man tausende kleine Anlagen zur Kraftwärme-Kopplung zusammenschließen. Das Zusammenschließen der Anlagen zu einem Schwarmkraftwerk erfolgt entweder per GSM-Chip (wie im Handy) oder per Wlan über das Internet. Sofern das Versorgungsunternehmen zusätzliche Strommengen nachfragt, werden weitere Anlagen hinzugeschaltet. Andernfalls produzieren diese nur Wärme oder stehen im Sommer ggf. auch einmal ganz still. Bei der genannten Kooperation von VW und Lichtblick braucht der Hausbesitzer die Anlage nicht einmal kaufen. Das Anmieten reicht aus. Auf diese Weise würde auch die Liquidität der Hausbesitzer signifikant geschont.